Bauanleitung Lianen

Aus Reptilien-Infos

Inhaltsverzeichnis

Selbsgemachte Lianen für kleinere Echsen im Terrarium

Selbstgemachte Lianen für das Terrarium sind im Vergleich zu gekauften preiswerter, individuell und die Herstellung macht wirklich Spaß...

also ran ans Werk!


Das Arbeitsmaterial

  • Eine Stricklisl mit 4 Haken
  • Strick- und Stopfnadel zum Arbeiten
  • Gummierter ca. 2mm starker Blumen- b.z.w. Gartendraht
  • Häkel- oder Strickgarn aus Baumwolle in den Farben die einem gefallen

Wenn zwei Farben verwendet werden, dann sollte der Garn etwas dünner sein (Nadelstärke ca. 1,75) bei einer Farbe etwas stärker (Nadelstärke ca. 3,5).

Der erste Schritt

  • Faden b.z.w. Fäden in die Stricklisl einfädeln und mit der Arbeit beginnen
  • Einen Schlauch in gewünschter Länge arbeiten

Zu beachten: Der Schlauch sollte mindestens die 3fache Länge der gewünschten Liane haben.

Der zweite Schritt

  • Den Schlauch aus der Stricklisl nehmen aber nicht verschließen!
  • Nun den Draht direkt von der Rolle in den Schlauch einführen bis er am anderen Ende rauskommt

Der Draht

Der Draht sollte das Ende des Schlauchs durchstoßen und etwa 5 – 6cm rausschauen damit genügen Material zur weiteren Verarbeitung vorhanden ist.

Der weitere Schritt

Nun wird der Draht der von der Rolle kommt, auf die Länge des überstehenden Drahtes der gegenüberliegenden Seite angepasst und abgeschnitten.

Ob man für diesen Schritt eine Zange oder eine kräftige Schere benützt ist jedem selber überlassen.

Das biegen der Drähte

Nun werden beide Enden des Drahtes zu einer Schlaufe gebogen. Es sollte eine nicht allzu große Schraube in die so entstehende „Öse“ passen. Dann wird das Ende des Drahtes, der die Schnittkante aufweist, in den Schlauch gesteckt, damit dieser keine Verletzungsgefahr darstellt.

Das nicht verschlossene Schlauchende kann nun verschlossen werden.

Das Vernähen der Enden

Mit einem separaten Faden des Arbeitsgarns werden die Enden nun sehr gut vernäht, damit das Drahtende nicht aus dem Schlauch austreten kann. Dabei wird der Schlauch etwas nach oben gezogen, damit von der Drahtschlaufe nur noch die eigentliche „Öse“ zu sehen ist.

Den Faden beim Vernähen auch kreuzweise durch die „Öse“ arbeiten, damit ja nichts verrutschen kann.

Das Verknoten und Kleben der Fäden

Wenn das Vernähen beendet ist, sollten die Enden der Arbeitsfäden gut verknotet und mit einem schnelltrocknenden Klebstoff verklebt werden, damit sich die Knoten nicht auftrennen können. Kleber gut trocknen lassen!

Die Erfahrung hat gezeigt, das sich hierfür Sekundenkleber bestens eignet.


Freiwilliger Schritt bei schwereren Echsen

Wenn die Lianen etwas stabiler werden müssen, weil man etwas schwere Tiere wie z.B. Pantherchamäleons besitz, sollte man zwei Lianen von gleicher Länge arbeiten und diese dann ineinander verdrehen bevor man mit dem nächsten Schritt weiter macht.

Das Aufwickeln der Liane

Die Liane wird nun auf einer Stange am besten einen Besenstiel aufgewickelt. Es ist dabei darauf zu achten, das man so wickelt, das die Schlaufen sehr eng beieinander liegen, sonst verliert die Liane an Stabilität.


Die fertige Liane

Die fertige Liane wird nun vorsichtig von der Stange abgezogen. Dabei sollte darauf geachtet werden, das sich der Draht nicht übermäßig verbiegt.

Das Befestigen im Terrarium

Die Lianen können nun im Terrarium angebracht und befestigt werden. Entweder werden sie mit Hilfe einer Schraube an die Wand des Terrariums angeschraubt, um bereits installierte Äste gewickelt oder an Äste geschraubt.

Bitte darauf achten, das die Schrauben nicht zu lang sind. Die Schraube muss lediglich so fest sitzen, das die Liane stabil befestigt ist.

So und hier nun die Ergebnisse


Viel Spaß und Erfolg wünscht Galaxybird

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