Eublepharis macularius 1

Aus Reptilien-Infos

Eublepharis macularius (Leopardgecko)
adulter Leopardgecko (männlich, wildfarben)
Verbreitungsgebiet Gebiete im Südostens Afghanistans, Zentral Pakistans und im Nordwesten Indiens
Größe: Männchen: 17-27 cm GL

Weibchen: 17-22 cm GL (Giants um einiges Größer)

Alter Ø: 25 Jahre

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Die Tiere haben einen kräftigen Körperbau und der Kopf ist deutlich vom Hals abgesetzt. Er hat kräftige, muskulöse Gliedmaßen und einen prallen Schwanz der zur Nährstoffspeicherung dient. Die Schwanzlänge beträgt etwa 2/3 der Kopf-Rumpf-Länge. Sein Körper ist mit vielen kleinen nebeneinander liegenden Schuppen gesetzt, welche kaum sichtbar sind. Außerdem sind auf dem Körper einige Tuberkelschuppen zu finden. Diese wirken wie kleine Pickel. Auf der Körperunterseite überlappen sich die kleinen Schuppen, ort sind keine Tuberkelschuppen vorhanden. Die Ohren werden durch eine durchgehende Öffnung verbunden und sind nur durch das dünne Trommelfell nach außen abgegrenzt. Man kann das Licht durch die Ohröffnungen hindurch sehen. Hinter den Vorderbeinen befindet sich ein kleines Loch, die Axialtasche. Bei sehr gut genährten Weibchen schwillt diese Tasche an. In den Axialtaschen sind bei Wildfängen häufig Ektoparasiten anzutreffen. Die Füße des Leopardgeckos verfügen über fünf krallenbesetzte Zehen. An der Fußunterseite befinden sich Lamellenschuppen, die jedoch keine Haftlamellen sind. Körperzeichnung wildfarbener adulter Tiere: Die Tiere verfügen über dunkle (meist schwarze) Flecken und Tupfen, welche teilweise auch ineinander übergehen können. Bei manchen Tieren ist auch noch eine Bänderzeichnung zu sehen.

Die Jungtiere unterscheiden sich optisch stark von adulten Leopardgeckos. Sie besitzen eine Bänderzeichnung, welche vermutlich bei gut genährten adulten Leopardgeckos eine Fresshemmung hervorruft. Die Farben sind sehr kräftig und der Kopf ist fast durchgehend dunkel gefärbt.

Geschlechtsunterschiede

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Männchen sind meist größer und kräftiger gebaut als Weibchen. Außerdem haben sie für gewöhnlich einen breiteren Kopf. Am genauesten ist aber die Bestimmung über die Präanalporen und die Hemipenistaschen. Bei Männchen sind die Poren die in Form eines Dreiecks zwischen den Hinterbeinen gelagert sind geöffnet, außerdem befinden sich am Schwanzansatz zwei deutlich sichtbare Hemipenistaschen.

  • Foto
Zwei Tage altes Jungtier: deutlich erkennbare Bänderzeichnung (die Fliegengewichte sind wahre Kletterkünstler)

Beschreibung

Der Augenbereich ist häufig grünlich blau, was man auch sehr gut bei juvenilen Tieren sieht. Im Nackenbereich besitzen die Jungtiere meist ein weißes Zügelband. Während der Entwicklung zum adulten Tier löst sich die Bänderzeichnung mehr und mehr auf und es entstehen die ersten Punkte (im Nackenbereich beginnend).

2 Wochen altes Jungtier: die ersten Punkte entstehen im Nackenbereich und die dunkle Färbung am Kopf hellt als erstes auf.
5 Monate altes Jungtier: Die Bänderzeichnung ist fast vollkommen verschwunden, der Körper ist mit Punkten besetzt.

Natürlicher Lebensraum

Leopardgeckos bewohnen große Gebiete im Südostens Afghanistans, Zentral Pakistans und im Nordwesten Indiens. Dort bewohnen sie trockene bis halb trockene Steppengebiete, aber keine Sandwüsten. Zum Teil kann man sie auch im tropischen Trockenwald auffinden. Der Boden besteht dort überwiegend aus Lehm und Kies, Sandböden werden von Leopardgeckos gemieden. Als Verstecke bevorzugen sie Lehmhöhlen, die sie selber graben oder auch verlassene Nagergänge und -höhlen. Außerdem ist auch eine gewisse Luftfeuchtigkeit gegeben, in ganz trockenen Gebieten sind sie nicht auffindbar. Sie werden auch häufig in höher gelegenen Gebieten, mit bis zu 2.100m ü.n.N., angetroffen. Die Tagestemperaturen liegen im Sommer bei bis zu 40°C , im Winter lediglich bei 20°C oder weniger. Nachts können auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erreicht werden. Im Sommer ist die Luftfeuchtigkeit im Vergleich zum Winter relativ hoch. In den nördlichen Verbreitungsräumen legen sie von Mitte November bis Anfang März eine Winterruhe ein. In ihrem natürlichen Habitat leben Leopardgeckos in sehr großen Gruppen, in denen auch mehrere Männchen leben können, wobei jedoch wesentlich mehr Weibchen vorhanden sind. Nur deswegen gibt es in der natürlichen Umgebung Gruppen mit mehreren Männchen. Sind die Weibchen nicht „ausreichend“, bekämpfen sich die Männchen gegenseitig, was nicht selten mit dem Tod unterlegener Tiere endet.

  • Tabelle mit Klimaverlauf über das Jahr

Klimatabelle Pakistan:

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
mind. Temperatur 13 14 19 23 26 28 27 26 25 22 28 14
max. Temperatur 25 26 29 32 34 34 33 31 31 33 31 27
Feuchtigkeit 54 61 61 75 78 78 81 82 80 70 59 55
Regentage 1 1 1 0 0 1 2 2 1 0 0 1

Indien

Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
mind. Temperatur 7 9 14 20 26 28 27 26 24 18 11 8
max. Temperatur 22 24 31 36 41 39 36 34 34 34 29 23
Feuchtigkeit 57 51 51 27 28 45 67 72 62 44 41 56
Regentage 2 2 1 1 2 4 8 8 4 1 0 1

Quelle der Klimadaten: http://www.ipicture.de/


Terrarium

  • Fotos
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Größe

  • gesetzl. vorgeschr. Mindestmaß

Für zwei adulte Leopardgeckos, also 0.2 wird ein Mindestmaß von 80x40x40cm LxBxH vorgeschrieben.

  • empfohlene Größe

Ich würde ein Mindestmaß von 100x50x50 empfehlen in dem bei guter Strukturierung 3 Tiere leben können. Bei einer wirlkich perfekten Rückwand kann man auch bis zu 4 Tiere hineinsetzten, so lange ausreichen Versteckmöglichkeiten vorhanden sind.

Einrichtung

Nicht nur die Größe sondern vor allem auch die Einrichtung des Terrariums ist wichtig. Zu einem optimal eingerichteten Terrarium gehört auf jeden Fall Rück-und Seitenwände die zum Klettern genutzt werden können und außerdem auch Verstecke bieten. Solche lassen sich einfach aus Styropor fertigen. Versteckmöglichkeiten sind sehr wichtig und so sollte mindestens eine Höhle pro Tier vorhanden sein. Diese gibt es fertig zu kaufen, sie lassen sich aber auch leicht selber bauen. Hinzu sollte mindestens eine Wetbox kommen, die mit einem feuchten Substrat befüllt sind. Hierhin ziehen sich die Tiere zur Häutung und Eiablage zurück. Als Substrat für die Wetbox nutze ich ein Kokoshumus-Sand-Gemisch, welches die Feuchtigkeit sehr gut hält und nicht schimmelt. Des Weiteren eigenen sich auch Korkröhren und Wurzeln, sowie Steinaufbauten als Versteck- und Kletterplätze. Gerade bei Steinaufbauten sollte man aber darauf achten, dass die Steine gut miteinander verklebt und nicht untergrabbar sein sollten.

Als Bodengrund sollte ein Sand-Lehm-Gemisch gewählt werden. Dir oft genutzte Calciground ist im Gegensatz zu oft gemachten angaben sehr gefährlich und kann zum Tod der Tiere führen, da er nicht vollständig verdaut werden kann und zu scharfkantigen Klumpen werden kann. Sand ist auch nicht empfehlenswert, da die Tiere in der Natur reine Sandflächen meiden, da sie dort keine Höhlengraben können und mit den Füßen einsinken. Doch die Größe des Terrariums ist nicht das einzige was beachtet werden muss. Damit die genannten Terrarien auf Dauer geeignet sind sollten sie auf jeden Fall mit Rück- und Seitenwände ausgestattet sein, an denen die Tiere klettern können und die auch Versteckmöglichkeiten bieten.

Klima (Sommer/Winter)

  • Temperatur

Wichtig ist dass verschiedene Temperaturzonen erzeugt werden. So sollten Zonen mit etwa 24°C und welche mit etwa 32°C vorhanden sein. Am lokalen Sonnenplatz sollte man etwa 38°C erreichen. Es bietet sich an einen Stein (am besten eine Schieferplatte) unter den Wärmestrahler zu legen, dieser gibt dann abends Wärme ab.

  • Winterruhe

Zu beginn des Winters werden Kotproben von den Tieren untersucht, da nur gesunde Tiere überwintert werden dürfen. Sind diese negativ steht also einer Überwinterung nichts im Wege, ansonsten sollten die Tiere natürlich behandelt werden. Wenn man die Kotproben rechtzeitig macht ist es auch möglich die Tiere nach der erfolgreichen Behandlung (also nach einer positiven Kotprobe)zu überwintern. Wichtig ist natürlich immer der Ernährungszustand, zu dünne Tiere sollten nicht in die Winterruhe geschickt werden. Sind die Tiere also bereit für die Winterruhe sollte erst mal 2 Wochen lang nicht mehr gefüttert werden. In der Zeit können die Tiere das restliche Futter in ihrem Magen fertig verdauen und auskoten. Nach der letzten Fütterung wird die Beleuchtungsdauer auf 10 Stunden heruntergedrosselt. Nach diesen zwei Wochen werden Temperatur und Beleuchtungsdauer im Terrarium langsam abgesenkt. So dass nach ca. 3 Wochen die Beleuchtungsdauer bei 2-6 Stunden liegt und die Wärmelampen aus sind. Die weitere Vorgehensweise hängt von der Art der Überwinterung ab. Man kann die Tiere entweder in einem kühlen Kellerraum/Dachboden/Garage überwintern, wofür die Tiere in Faunaboxen oder kleine Terrarien umgesetzt werden. Oder man überwintert die Tiere im Terrarium.

Beides habe ich gezwungener Maßen schon ausprobiert. Wichtig ist dass die Temperatur bei maximal!!! 18°C liegen sollte. Bei der Überwinterung im Terrarium muss also auch das Zimmer in dem das Terrarium steht entsprechend runtergekühlt werden.

Wir haben unsere Tiere dieses Jahr z.B. bei 16-17°C im Terrarium überwintert und es gab keine Probleme.

Außerhalb des Terrariums und der Wohnung ist es natürlich einfacher niedrige Temperaturen zu erzeugen. Viele überwintern ihre Tiere bei ca.10°C und darunter, aber ich würde lieber nicht unter 12°C gehen.

Wichtig ist natürlich dass die Tiere ihre Ruhe haben aber immer frisches Wasser bekommen. Außerdem sollten jedem Tier je eine feuchte und trockene Höhle zur Verfügung stehen.

Mit einem Thermostat und einer schwachen Wärmelampe kann man dafür sorgen dass die Temperatur nicht zu weit absinkt. 2-3 Monate nachdem die Beleuchtungsdauer auf 2-6 Stunden reduziert wurde kann diese wieder erhöht werden. In 2-3 Wochen sollte man dann wieder die ursprüngliche Beleuchtungsdauer erreicht haben und kann die Tiere wieder füttern.

Achtung, nach der Winterruhe sind sie sehr sehr gierig, was einem aber nicht dazu verleiten sollte zu viel auf einmal zu füttern, lieber häufiger. Wichtig ist dass die Weibchen ausreichend Nährstoffe erhalten, da ja bald die Legesaison beginnt.

  • Luftfeuchtigkeit

Die Luftfeuchtigkeit sollte Tagsüber bei 40-50% und nachts bei 80%liegen, was durch Sprühen ermöglicht wird. Liegt die Luftfeuchtigkeit auf Dauer zu niedrig, kann es zu Häutungsproblemen kommen.

Technik

An die Technik haben die Tiere nicht so große Ansprüche. Wichtig ist dass es Tags heller ist als Nachts, was in hellen Räumen schon gegeben ist. Ich würde jedoch immer eine Grundbeleuchtung empfehlen, die 12 Stunden täglich eingeschaltet ist. Dazu eignen sich Leuchtsstoffröhren mit einer Lichtfarbe von 5500 bis 6500 Kelvin oder auch Kompaktlampen. Ob UV-Licht benötigt wird oder nicht ist umstritten, schaden kann es jedoch nicht. Verwenden würde ich dafür Kompaktlampen wie die Repti Glo, diese haben eine Reichweite von 50cm und geben etwa 1 Jahr lang effektive UV-Strahlung ab. Leuchtstoffröhren haben nur eine Reichweite von 30cm und eine effektive UV-Abgabedauer von 3 Monaten. Zum Beheizen empfehle ich Spot- , PAR- oder Halogenstrahler, Glühlampen sind auf Grund ihres großen Lichtkegels ungeignett und Heizkabel/-matten sind ungeignett, da sich die Tiere in der Natur bei zu großer Hitze eingraben, und somit immer näher zur Wärme kommen würden.

Futter

Nahrung

Leopardgeckos fressen Heuschrecken, Grillen, Heimchen, Maden, Echsen (sogar die eigenen Jungen), junge Kleinsäuger (z.B. Babymäuse), Käfer, Schaben, Motten und alles andere was sie bekommen können.

Fütterung

Ausgewachsene Leos fressen ein bis zwei Mal in der Woche, so viel wie sie nur bekommen können =o). Zu Hause sollte man das dann je nach Größe des Leos dosieren. Ob er zu dick oder zu dünn ist, erkennt man dann an der Dicke des Schwanzes und an den Fettreserven an der Körperseite. Trächtige Weibchen kann man ruhig fast täglich füttern. Jungtiere fressen dementsprechend häufiger und weniger.

Fressverhalten

Das Futtertier wird mit den Augen fixiert und mit schnellen, direkten Bewegungen verfolgt. Kurz bevor er zuschnappt, bleibt er stehen, zuckt mit dem Schwanz und packt ganz plötzlich und schnell zu. Die Augen werden dabei geschlossen, um sie vor Verletzungen durch die Beute zu schützen. Die Beute wird mit dem Maul zerquetscht und dann mit dem Kopf voran verschlungen. Leopardgeckos sind sehr gierig und so kann es auch vorkommen, dass mal ein zu großes Futtertier runter geschlungen wird, oder auch nicht vorher getötet werden kann. Auch kann es vorkommen, dass ein Gecko einem anderen ein bereits erhaschtes Beutetier aus dem Maul gestohlen wird. Manche Exemplare sind so gierig, dass sie zur Fütterung extra gesetzt werden müssen, denn beim Futterstehlen kann der andere Gecko auch mal verletzt werden. Die Nährstoffreserven werden im Schwanz gespeichert und können von dort jeder Zeit genutzt werden.

Nahrungsergänzung

Zur Nahrungsergänzung benötigen die Tiere Vitaminpräparate (z.B. Korvimin ZVT) und Kalzium (z.B. in Form von geriebener Sepiaschale oder Calcipot D) Mit dieser Nahrungsergänzung werden die Futtertiere bei jeder zweiten Fütterung eingestäubt. Dann müssen diese per Pinzette verfüttert werden, damit die Präparate nicht herunterrieseln.

Dass Calcium kann man auch in einer Schale ins Terrarium stellen, die Tiere bedienen sich dann alleine.

Besonderheiten

Es gibt sehr viele verschiedene Farbzuchten auf dem Markt, so ist für jeden etwas dabei. Es sollte jedoch bedacht werden dass Farbformen häufig sehr viel anfälliger auf Krankheitserreger sind. Eine weitere wichtige Besonderheit ist, dass man mit der Inkubationstemperatur das Geschlecht und die Intensität der Farbe beeinflussen kann. Die ersten 3 Wochen entscheiden über das Geschlecht, danach wird die Farbintensität bestimmt.

Heiß gezeitigte Weibchen sind meist sehr aggressiv und unterdrücken sogar Männchen, außerdem versuchen sie häufig sich mit Weibchen zu paaren. Des Weiteren kann der Leopardgeckos bei Gefahr seinen Schwanz abwerfen. Dafür verfügt dieser über mehrere Sollbruchstellen. Der abgeworfene Schwanz wächst dann langsamrübenförmig nach. Gesetzliche Bestimmungen: Leopardgeckos unterliegen in Deutschland keiner Genehmigungspflicht und sind auch nicht Anmeldepflichtig.

Zucht

Zu erst ein Mal sollte dich jeder Leopardgeckohalter darüber bewusst sein, dass es extrem viele Leopardgeckozüchter gibt. Dadurch werden die Tiere häufig sehr sehr billig verscherbelt und kommen so oftmals nicht in gute Hände.

Man sollte also nur so viele Leopardgeckos züchten, wie man ganz sicher gut unterbringen kann. Also sollten gerade bei großen oder vielen Gruppen keinesfalls alle Eier inkubiert werden.

Es sollten auch nur blutsfremde Tiere (Tiere unterschiedlicher Abstammung) verpaart werden.

Die wichtigste Vorraussetzung ist natürlich die richtige Gruppenzusammensetzung. Mit 1.1 sollte man nicht züchten, da das Weibchen durch den Sexualtrieb des Männchen überanstrengt wird und dadurch oft schnell stirb. Also sollte mindestens eine Gruppenstärke von 1.2 oder besser 1.3 gewählt werden. Außerdem sollten Weibchen erst mit einem Gewicht ab etwa 40g verpaart werden. Verpaart man sie früher so kann es zu Wachstumsproblemen und Legenot kommen, da die Eier zu groß für den kleinen Körper.

Fortpflanzung

Eine Vorraussetzung für eine optimale Zuchtsaison ist eine vorhergehende Winterruhe. Durch die dadurch entstehende Simulation der Jahreszeiten, sind Weibchen und Männchen im Frühjahr bereit zu frischer Tat zu schreiten (etwa 4 Wochen nach Ende der Winterruhe).

trächtiges Weibchen

Eiablage o.ä.

Etwa 3-4 Wochen nach der Verpaarung legt das Weibchen die ersten Eier. Meist werden zwei Eier gelegt, selten auch nur eins. Am Verhalten der Weibchen merkt man auch wann die Eiablage kurz bevor steht. Es wird dem Männchen gegenüber aggressiv und meist wird auch die Nahrungsaufnahme eingestellt. Zuvor wird aber viel gefressen, da sollte darauf geachtet werden, dass das Weibchen genug Kalzium zu sich nimmt, da daraus die Eierschale gebildet wird. Die Eierschale zeichnen sich deutlich als zwei weiße Gebilde am Bauch ab.

Damit das Weibchen die Eier ohne Probleme ablegen kann, sollte unbedingt mindestens eine Wetbox zur Verfügung gestellt werden. Erfahrungsmäßig bevorzugen sie eine Wetbox in einem Temperaturbereich von 28-32°C. Das Substrat sollte feucht gehalten und gut grabbar sein. Ein Weibchen kann während einer Saison bis zu 10 Gelege ablegen. Diese buddelt sie im Substrat ein und legt sich meist auch direkt nach der Eiablage für etwa eine Stunde hin und „bewacht“ ihr Gelege. Es kann auch vorkommen, dass ein Weibchen mal Wachseier legt. Diese sind unbefruchtet und werden oftmals auch nicht wie die anderen Eier vergraben. Außerdem haben sie nicht so eine leuchtend weiße Farbe wie die befruchteten Eier und sind Geleeartig.

Inkubation/Zeitigung

Damit die Jungtiere aus den befruchteten Eiern auch wirklich schlüpfen und auch nicht gefressen werden, sollten die Eier innerhalb von max. 24 Stunden nach der Eiablage in den Inkubator überführt werden. Dort sollte bereits eine Heimchendose o.Ä. mit feuchtem (nicht nassen) Vermiculite bereitstehen. Dahinein werden2 Dellen gedrückt (eine pro Ei) in die die Eier gelegt werden. Um das Schimmeln der Eier zu vermeiden kann man etwas Aktivkohle unter das Vermiculite gemischt werden. Die Eier sollten nicht gedreht werden, da dadurch das Jungtier abstirbt. Das Geschlecht sowie das Schlupfdatum des Jungtieres hängen von der Inkubationstemperatur ab. Je wärmer es ist, desto früher schlüpfen die Jungtiere. Die Luftfeuchtigkeit im Inkubator sollte zwischen 80 und 85 % liegen.

Temperatur Schlupfquote Geschlechtsverteilung Zeitigungsdauer
24 - 27° Grad ab 25,5°C fast 100% fast 100% weiblich 70-90 Tage
27-28°C fast 100% ca. 75%weibl., 25%männl. 50-60 Tage
28-30°C fast 100% ca. 50% weibl., 50% männl. 40-50 Tage
30-31°C fast 100% fast 100% männl. 35-40 Tage
Über 33,5°C gering heiß gezeitigte Weibchen 30-35 Tage

Aufzucht der Jungtiere

Sind die Jungtiere geschlüpft sollten sie vorerst noch für wenige Stunden in einer Heimchendose mit Zewa in den Inkubator gestellt werden, damit der Bauch vollständig zuwachsen kann. Erst dann sollten die Jungen in das Aufzuchtbecken gesetzt werden. Das kann ein kleines Terrarium sein, oder auch ein Faunarium o.Ä. Die Temperaturen im Aufzuchtbecken sollten maximal 27°C betragen und den Jungtieren sollte immer ausreichend Wasser zur Verfügung stehen. Verfüttert werden kleine Futtertiere. Von einer Pinzettenfütterung rate ich ab. Entweder die Jungen jagen selbständig oder sie kommen nicht durch. Bei dem Markt an Leopardgeckos wäre es unsinnig zu schwache Tiere durchzubringen. Bei der Ernährung sollte auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass die Jungtiere ausreichend Vitamine und Kalzium zu sich nehmen. Als Bodengrund kann man entweder Küchenpapier oder Lehmboden verwenden und das Terrarium sollte gut zu reinigen sein, ohne die Tiere unnötig zu stressen. Wenn Man mit den adulten Tieren problemlos klar kommt, sollte man auch keine Probleme bei der Aufzucht haben, da Leopardgeckos dort recht einfach zu handhaben sind.

Manch einer besteht auf regelmäßiges Wiegen und ausmessen der Tiere, wovon ich allerdings abraten würde, da es nur zu stressig ist. Ob ein Tier gut wächst und zunimmt oder nicht kann man auch mit dem bloßen Auge erkennen.

persönliche Erfahrungen

Ich habe die Erfahrungen gemacht dass die Tiere sehr einfach zu halten sind und sich auch recht schnell an den Menschen gewöhnen wenn man sie nicht zu oft stört. Belässt man sie also im Terrarium und greift nicht nach ihnen kommen sie von alleine auf Personen zu die vor dem Terrarium sind. Die Tiere sind auch tagsüber häufig zu sehen, also auch gut zu beobachten.

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