Hierodula membranacea
Aus Reptilien-Infos
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Indische Gottesanbeterin (Hierodula Membranacea)
Systematik:
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Fangschrecken (Mantodea)
Familie: Gottesanbeterinnen (Mantidae)
Gattung: Hierodula
Art: Hierodula membranacea
Lebenserwartung: 8 bis 10 Monate Weibchen durchleben 7 Stadien bis sie adult sind, Männchen 8
Aggressivität
mittel; Weibchen Aggressiver als Männchen;
Schwierigkeit
leicht
Allgemeines:
Diese Art kommt in Süd- und Ostasien, wo ein Feuchtwarmes Tropenklima herrscht, vor.
Hierodula Membranaca hält sich meist Kopfüber hängend in Sträuchern oder Bäumen auf, wo sie lauert. Neigt stark zu Kannibalismus.
Die Weibchen werden im Durchschnitt 9cm groß, Männchen nur 7cm. Es gibt aber auch größere oder kleinere Exemplare. Dies hängt auch mit den Haltungsbedingungen (Temperatur,...) zusammen.
Haltung:
Da dies die wohl robusteste Art der Mantiden ist, wird diese oft Freigehalten.
- Haltung im Terrarium:
Es sollte ein Terrarium mit den Massen 30x30x30 im Einsatz sein, besser Größer, und eine Einzelhaltung ist zu bevorzugen. Es ist im Grunde keine Beleuchtung oder Beheizung notwendig, außer die Temperaturen werden zu stark unterschritten. Die Temperatur sollte zwischen 22° und 30° Celsius liegen, und die Luftfeuchte bei 60-80%. Große Belüftungsflächen und ausreichend Klettermöglichkeiten, auch an der Decke, sollten vorhanden sein.
- Freihaltung:
Man kann, oft mit Erfolg, Exemplare Freihalten, also auf einer Pflanze leben lassen. In diesem Fall muss man die Pfleglinge mit der Pinzette füttern, und darauf achten, dass sie sich nicht gegenseitig attackieren. Hier sind Weibchen zu bevorzugen, da sie Standorttreuer sind als die Männchen, die wenn sie Adult sind auch hin und wieder rumfliegen.
Von der Temperatur hängt das Wachstum ab! Die Luftfeuchte ist vor allem bei der Häutung sehr wichtig!
Futter:
Sie leben, wie alle Mantiden, Raptorisch, also Jägerisch, und können Beutetiere mit bis zu 2/3 ihrer Größe erbeuten. In ihr Beuteschema passen Drosophila, Heimchen, Grillen, Heuschrecken, Spinnen, Mäuse,... Die Tiere sollten nur von der Größe passen. Es ist gut, wenn fortlaufend Futter vorhanden ist. Sie fressen meist nur wenn sie etwas brauchen, und vor und nach der Häutung machen sie eine Futterpause (meist 2-3 Tage, also insgesamt 6-7 Tage). Wasser sollte durch Sprühen zur Verfügung stehen, jedoch darf man die Tiere nie direkt ansprühen!
Geschlechtsunterscheidung:
Das Geschlecht kann erst nach einigen Häutungen bestimmt werden. Dazu werden die Segmente (Sternite) des Abdomens (Hinterleibs) gezählt. Weibchen haben fünf und Männchen sechs. Männchen werden meist früher Adult, durchleben aber eine Häutung mehr.
Fortpflanzung:
Hierzu sollten beide Partner vollgefressen sein! Die Kopulation dauert Stunden. Es kann auch vorkommen, dass das Weibchen dem Männchen den Kopf abreißt und frisst, was der Begattung aber keinen Abbruch tut. Nach ca. 14 Tagen legt das Weibchen eine erste Oothek (= Schaumartiges Eipaket) der noch 2 bis fünf weitere folgen. Bei einer Temperatur von 25- 28 Grad schlüpfen nach 4-6 Wochen 25-100 Larven. Es kommt auch vor dass es Ootheken mit 200-300 Larven gibt. Auch hier sollte sehr schnell getrennt werden, da es sonst zu Kannibalimus kommt. Also Drosophila anbieten.