Lepidodactylus Lugubri
Aus Reptilien-Infos
| Lepidodactylus lugubris (Jungferngecko/ Schuppenfingergecko) | |
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| [[Image:|center|thumb|280px|0.1 L. lugubris ca. 3 Monate alt]] | |
| Verbreitungsgebiet | Asiatischer Raum, Indoaustralisches Archipel,Ozeanien, Ceylon, Neuseeland, Mittelamerika, Südamerika, Nord-Ost-Australien |
| Größe: | Männchen: 10-12 cm
Weibchen: 8-10 cm |
| Alter Ø: | ca. 5 Jahre |
Inhaltsverzeichnis |
Aussehen
Das Aussehen der Tiere hängt sehr stark von den Temperaturen ab. Bei hohen Temperaturen (ca.30°C) sind die Tiere sehr hell gefärbt mit wenigen dunklen Punkten. Bei niedrigen Temperaturen verfügen sie um eine dunkel braune oder rot-braune Grundfärbung mit einer dunkleren zackigen Querbänderung. Oftmals sind die Tiere auch dann heller gefärbt wenn sie sich eine Weile in einem dunklen Versteck aufgehalten haben. Die Körperunterseite ist heller gefärbt als der Rücken.
Geschlechtsunterschiede
Das die Jungferngeckos fast ausschließlich weiblich sind ist eine Geschlechtsbestimmung nicht notwendig.
Verhalten
Diese Geckos sind dämmerungsaktiv, können aber auch ab und an tagsüber im Terrarium beobachtet werden.
Natürlicher Lebensraum
Die Tiere verfügen über einen riesigen Lebensraum mit unterschschiedlichen klimatischen Bedingungen. Sie leben bevorzugt auf Bäumen und kommen sowohl am Waldrand/Strandnähe bis in dem Tiefsten Wald vor. Außerdem leben sie auch als Kulturverfolger in Wohnhäusern.
Das Terrarium
Achtung, das Terrarium muss absolut ausbruchssicher sein. Frisch geschlüpfte Jungtiere sind extrem klein, von daher sollte darauf geachtet werden dass zwischen den Terrarienscheiben keine Lücke ist. Dafür empfiehlt es sich diese mit einem Sichtungsband auszufüllen.Gut geeignet sind auch Terrarien mit Fallscheiben oder solche von der Firma Exo Terra, die recht dicht schließen. Hat man ein Terrarium mit Schiebescheiben, sollten vor dem öffnen die Glasführungsprofile kontrolliert werden da sich die Geckos dort sehr gern verstecken.
Terrariengröße
Laut Züchterangaben sind 30x30x30cm für ein Einzeltier ausreichend, in einem 25x35x35 cm großem Terrarium soll man angeblich bis zu 2 Tiere halten können.
Empfohlene Größe
Ich empfehle eine Terrariengröße von mindestens 60x30x40cm für mehrere Tiere, wobei natürlich darauf geachtet werden muss dass sich die Population der Geckos nicht zu sehr vergrößert. Die Tiere haben eine Rangordnung und in kleinen Terrarien hat das rangniedrigste Tier keine Chance sich von den anderen fernzuhalten.
Einrichtung
Es ist wichtig dass den Tieren ausreichend kletter- und Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Dafür eignet sich zum Beispiel Kork sehr gut. Außerdem beliebt sind auch Äste und Wurzeln. Auch Pflanzen sollten nicht fehlen, auch diese bieten sehr gute Versteckmöglichkeiten. Als Bodengrund verwende ich Kokoshumus, es kann aber natürlich auch Waldboden oder ungedüngte Blumenerde genommen werden. Um den Tieren auch eine schöne raue Kletterfläche zu bieten kann man auch gut eine Korkrückwand einbringen, die gerne zum Spazieren verwendet wird. Auch Pflanzen sollten nicht fehlen. Dafür sind zum Beispiel ficcus pumila, fittonia verschaffeltii, ficus repens, ficus sagittata, Tillandsien und kleinbleibende Vriesea-Arten und Bromelien geeignet.
Terrarienklima
Temperatur
Es ist schwer zu sagen welche Temperaturen die Tiere benötigen. Das liegt vor allem daran das sie aus sehr verschiedenen Verbreitungsgebieten stammen. Vom Prinzip kann man davon ausgehen dass Temperaturen von 20 bis 29°C optimal sind.
Luftfeuchtigkeit
Auch die benötigte Luftfeuchtigkeit ist schwer zu bestimmen. Es sollte nicht zu trocken und nicht zu feucht sein, also weder Steppen- noch Regenwaldklima. Es empfiehlt sich 1-2 Mal am Tag leicht zu sprühen.
Technik
Das die Tiere dämmerungs- und nachtaktiv sind ist keine UV-Beleuchtung notwendig. Zur Grundbeleuchtung reicht also eine Tageslichtröhre aus. Ob des Weiteren ein Spot nötig ist erfährt man durch messen der Temperaturen in verschiedenen Zonen. In meinem Terrarium hängt die T5-Röhre direkt im Terrarium. In ihrer Umgebung herrschen ca.28°C und am Boden 22-24°C vor, somit benötige ich keinen Spot. Bei niedrigerer Raumtemperatur sollte ein Spot verwendet werden.
Ernährung
Nahrung
Die Tiere fressen Insekten in entsprechender Größe wie z.B. Grillen, Heimchen, kleine Schaben, Asseln, Springschwänze, Miniheuschrecken etc. Außerdem freuen sie sich auch über süßes reifes Obst, wie z.B. Bananen und Mango und auch Naturjoghurt wird gern aufgeschleckt.
Fütterung
Die Häufigkeit der Fütterung hängt vom Alter der Tiere ab. Sind Jungtiere im Terrarium kann man ruhig täglich bis alle zwei Tage füttern, adulten Tieren reicht es aus 2-3 Mal pro Woche gefüttert zu werden. Um immer Futter für die Jungtiere zu haben kann man einfach Springschwänze und weiße Asseln ins Terrarium geben. Diese sind nicht nur gutes Futter sondern reinigen auch das Terrarium. Es sollte auch täglich frisches Wasser ins Terrarium gegeben werden.
Fressverhalten
Die Geckos sind gute und verfressene Jäger, die keine Freunde kennen wenn es darum geht wer wie viel bekommt.
Nahrungsergänzung
Gerade bei Jungtieren und trächtigen Weibchen ist eine Versorgung mit Vitaminen und Calcium unabdingbar. Dafür sollten die Futtertiere bei jeder 2. bis 3. Fütterung suplementiert werden. Außerdem sollte eine Schale mit Calcium den Geckos frei zur Verfügung stehen.
Besonderheiten
Weibchen-Populationen, sie pflanzen sich parthenogenetisch fort (Jungfernzeugung).
Die Klone einer Linie sind sich fast identisch und nicht auseinanderhaltbar.
Zucht
Die Zucht gestaltet sich recht einfach und geschieht praktisch von allein. Die ersten Eier legen die Tiere oft schon mit 6 Monaten ab, wobei diese nicht befruchtet sind. Richtig geschlechtsreif werden sie mit 8-10 Monaten. Adulte Weibchen legen im Abstand von 14 bis 60 Tagen Eier ab. Meist werden immer zwei Eier auf einmal gelegt. Schlecht entwickelte Eier (die meist bei jungen Weibchen vorkommen) werden sofort wieder gefressen. Die Eier sind direkt nach der Eiablage gerade mal 5mm groß und wachsen bis zum Schlupfder Jungtiere an. Meist werden die Eier aneinandergeklebt und lassen sich nicht trennen ohne sie zu zerstören. Leben mehrere Tiere in einem Terrarium teilen sie sich oft einen Eiablageplatz. Meistens handelt es sich bei diesem um relativ glatte flächen wie zum Beispiel Wurzeln und Scheiben.
Die Eier bekommen kurz vordem Schlupf dunkle Flecken. Die Zeit von der Ablage bis zum Schlupf entspricht etwa 60-100 Tagen, bei niedrigeren Temperaturen schlüpfen die Tiere später als bei höheren Temperaturen. Die Jungtiere sind beim Schlupf gerade mal 3,5 cm lang und sehr schlank.
Inkubation
Eine Inkubation der Eier ist nicht notwendig da sie nicht so empfindlich sind wie die meisten anderen Geckoeier. Ihnen macht Trockenheit nichts aus und somit können sie einfach im Terrarium belassen werden.
Aufzucht der Jungtiere
Die Jungtiere können bei den Eltern belassen werden, es ist nur wichtig das ausreichend gefüttert wird.