| Peruphasma schultei (Samtschrecke)
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| Verbreitungsgebiet
| Cordillera del Condor, Peru
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| Größe:
| Männchen: bis 5cm
Weibchen: bis 7cm
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| Alter Ø:
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Aussehen
Beschreibung
Die Samtschrecke ist vom Aussehen her sehr abstrakt, genau das macht sie so einzigartig. Die Körper von Männchen, Weibchen und Jungtieren sind komplett schwarz und besitzen eine samtige Oberfläche. Die Augen sind neongelb mit schwarzer "Pupille", die Fühler sind neongelb geringelt. Das Mundwerkzeug ist, ebenso wie die Hinterflügel adulter Männchen und Weibchen, rot. Die Deckflügel adulter sowie juveniler Tiere sind schwarz mit einer weißen Musterung.
Geschlechtsunterschiede
Weibchen sind bis zu 7 cm lang und deutlich dicker und kräftiger als die bis 5 cm langen und eher zerbrechlicheren und dünneren Männchen. Das beste Unterscheidungsmerkmal stellt der Hinterleib dar, welcher bei den Weibchen prall gefüllt erscheint und 3-4 mal so dick ist wie der, der Männchen.
Natürlicher Lebensraum
Peruphasma schultei kommt in Peru, genauer in Cordillera del Condor in einem 5 Hektar großen Naturschutzgebiet vor.
Terrarium
Größe
Die Platzansprüche der Samtschrecke sind sehr gering, so kann man in einem Terrarium mit den Maßen 30x30x30 cm 3-4 adulte Paare halten, subadulte brauchen aufgrund ihrer Aktivität mehr Platz. Das Terrarium benötigt große Lüftungsflächen, am besten eine komplette Seite besteht aus Gaze o.Ä.
Einrichtung
Die Teppichschrecke bevorzugt eher eine spartanische Einrichtung des Terrariums. Eine Vase o.Ä. mit Wasser und den Futterpflanzen reicht aus. Zur Deko kann man allerdings noch erdigen Bodengrund und ein paar Äste einbringen.
Klima (Sommer/Winter)
Grundsätzlich sind Zimmertemperaturen ok, allerdings kommen Peruphasma eher mit niedrigeren Temperaturen klar als mit höheren. Zwischen 15-25°C und 40-60% Luftfeuchtigkeit fühlen sie sich wohl. Einmal am Tag oder alle 2 Tage sprühen reicht vollkommen aus, aber Vorsicht, Staunässe vertragen sie nicht!
Technik
Keine.
Futter
Nahrung
Im Terrarium fressen die Samtschrecken die Blätter unserer heimischen Liguster, Flieder und Forsythien.
Fütterung
Man schneidet Äste der oben beschrieben Futterpflanzen ab und stellt sie in eine, mit Wasser gefüllte Vase, ins Terrarium. Wenn die Blätter vertrocknet oder aufgefressen sind ersetzt man sie durch neue.
Besonderheiten
Peruphasma stellen bei Gefahr ihre roten Flügel als Warnung auf und richten ihren Hinterleib auf den Feind, besteht die Möglichkeit zur Flucht rennen sie davon. Ist die Fluchtmöglichkeit nicht gegeben sondern sie ein stark riechendes Sekret ab welches Fressfeinde vertreibt. Das macht sie als Futtertier ungeeignet.
Gesetzliche Bestimmungen
Keine.
Tipps und Tricks
Am besten ist man lässt den Bodengrund im Terrarium weg, so fällt das aussortieren der Eier leichter.
Zucht
Fortpflanzung
Die Zucht ist denkbar einfach, sobald Männchen und Weibchen adult sind, lässt sich das Männchen auf dem Rücken des Weibchens nieder und kopuliert, manchmal verlässt das Männchen den Rücken des Weibchens bis zu seinem Tod nicht, manchmal jedoch steigt er hin und wieder ab um etwas zu fressen. Wenn das Männchen jedoch alle paar Tage den Rücken des Weibchens verlässt stimmt meist etwas mit der Temperatur/Luftfeuchtigkeit nicht.
Eiablage o.ä.
Das Weibchen lässt die Eier einfach fallen.
Inkubation/Zeitigung
Am besten ist es man sammelt die Eier aus dem Terrarium ab und gibt sie mit einem Stück feuchtem Zewa in eine Heimchendose, welches man einfach auf die Fensterbank o.Ä. stellt (bei zu warmer Inkubation schlüpft nichts!). Die Inkubation dauert je nach Temperatur 4-6 Mnate, während dieser Zeit sollte man das Zewa immerwieder befeuchten.
Aufzucht der Jungtiere
Genau wie die Haltung von adulten Tieren, Jedoch Vorsicht beim sprühen, die Jungtiere ertrinken in größeren Tropfen!
persönliche Erfahrungen
Ein sehr zu empfehlender, außergewöhnlicher Pflegling.