Teratoscincus roborowskii

Aus Reptilien-Infos

Teratoscincus roborowskii (Chinesischer Wundergecko/ Roborowskis Wundergecko)

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Verbreitungsgebiet Nordwest China
Größe: Männchen: bis 13 cm

Weibchen: bis 13 cm

Alter Ø: über 10 Jahre

Inhaltsverzeichnis

Wichtig

Nicht für Anfänger zu empfehlen!


Aussehen

Die Tiere erreichen eine Körpergröße von ca. 13cm, davon entfallen 6cm auf den Schwanz. Die Grundfarbe ist weiß bis grau. Dunkelbraunen bzw. gold-orangenen Flecken bilden Querbänder. Zwei Querbänder sind auf dem Kopf zu finden, 6-7 auf dem Rücken und 5-6 auf dem Schwanz. Der Bauch ist weiß und die Kehle gold-gelb. Die Zeichnung der Männchen ist meist etwas kräftiger als die der Weibchen. Die Haut besteht aus großen, flachen, deutlich sichtbaren Schuppen, die die Tiere sehr urtümlich wirken lassen. Außerdem vermitteln sie den Eindruck einer rauen Hautoberfläche, welcher jedoch trügt.

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Geschlechtsunterschiede

Im Gegensatz zu den meisten Geckoarten verfügen die Männlichen Tiere nicht über Femoralporen. Das einzige eindeutige Geschlechtsmerkmal der Männchen ist ein leicht verdickter Schwanzansatz.

Natürlicher Lebensraum

Der natürliche Lebensraum dieser interessanten Geckos ist relativ eng umgrenzt. Sie leben am zweittiefsten Ort der Erde. Die Turpansenke (ihr Verbreitungsgebiet) liegt etwa 80 Meter unter dem Meeresspiegel. Turpan befindet sich an der Seidenstraße, eine ehemalige Handelsroute. Die Geckos leben in einem Wüstengebiet mit trockenem verkrusteten Boden. Die Flora besteht ausschließlich aus trockenen Büschen und als Verstecke dienen enge in den Boden gegrabene Gänge.

Klima

Im Sommer liegen die Tagestemperaturen bei ca. 40°C,mit sehr hoher Nachtabsenkung, im Winter hingegen wird es mit -10 bis-15°C sehr kalt. Die Luftfeuchtigkeit beträgt 20-30%.


Das Terrarium

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Das Terrarium sollte natürlich dem Verbreitungsgebiet entsprechend aufgebaut sein. Wichtig ist dass die Geckos einige Klettermöglichkeiten vorfinden.


Terrariengröße

Die Größe für ein Paar sollte mindestens 80x50x50cm betragen. MehrereTiere benötigen natürlich auch mehr Platz.


Einrichtung

Die Tiere klettern gern, dafür bietet sich eine raue Rückwand mit vielen Vorsprüngen an. Außerdem benötigen die Tiere leicht feuchte Verstecke. Dazu bieten sich vor allem Tonschalen an die regelmäßig befeuchtet werden.


Terrarineklima

Temperatur

Beim Klima ist es wichtig eine hohe Nachtabsenkung zu erzielen. Tagsüber sollten die Temperaturen bei 27-35°C und 42°C auf dem Wärmeplatz betragen. Nachts sollte die Temperatur allerdings auf 20°C oder weniger abfallen.


Winterruhe

Eine Winterruhe ist notwendig. Die Tiere sollten für ca. 2 Monate + Umgewöhnungszeit bei etwa 10°C überwintern. In dieser Zeit werden die Tiere natürlich nicht gefüttert. Vor Beginn der Winterruhe sollten auf jeden Fall Kotproben untersucht werden.


Luftfeuchtigkeit

Da die Luftfeuchtigkeit bei nur 20-30% liegen sollte ist kein sprühen notwendig. Der Boden muss trocken sein und die Wasserschale sollte so weit wie möglich vom Wärmeplatz entfernt sein. Lediglich ein Teil der höhlen sollte leicht feucht gehalten werden.


Technik

An das Licht stellen die Tiere keine hohen Anforderungen, es muss nur darauf geachtet werden dass es am Tag deutlich heller ist als nachts. Wichtig ist es Wärmeplätze zu schaffen.

Dies kann mit Hilfe von Spots oder Heizsteinen geschehen.



Ernährung:

Diese Geckos sind sehr gefräßig und neigen daher zur Verfettung. Sie fressen fast ausschließlich Insekten und kleine Säugetiere (Mäusebabys). Teilweise wird auch berichtet dass sie Salat annehmen. Es ist sehr wichtig auf dem Ernährungszustand der Tiere zu achten, zum einen neigen sie ja zur Verfettung, zum anderen sind weibliche Tiere in der Eiablagezeit sehr beansprucht und benötigen daher mehr Futter als sonst.

Fütterung

Es sollten nur so viele Futtertiere ins Terrarium gegeben werden wie gefressen werden ohne eine Verfettung zu riskieren.


Nahrungsergänzung

Die Futtertiere sollten bei jeder zweiten Fütterung mit einem Mineral- und Nährstoffpräparat bestäubt werden.


Zucht

Die Zucht gelingt nicht sehr oft. Die Eier sind sehr weichschalig und somit nicht so einfach in den Inkubator zu überführen. Belässt man die Eier im Terrarium werden die geschlüpften Jungtiere unverzüglich gefressen. Die Weibchen legen etwa 4 Mal im Jahr ein Gelege von 2 Eiern ab. Diese werden einfach im Sand vergraben und sind sehr empfindlich. Die Eier haben einen Durchmesser von ca. 1,8cm. Bei einer Inkubationstemperatur von 28-30°C schlüpfen die Jungtiere nach ca. 50-65 Tagen. Um die Eier erst ein Mal in den Inkubator zu überführen müssen diese erst ein Mal vorsichtig mit einem Pinsel freigelegt und einem Löffel augfenommen werden. Als Inkubationssubstrat eignet sich trockener Sand, die Luftfeuchtigkeit im Inkubator selbst sollte aber recht hoch sein. Die Aufzucht der Jungtiere gestaltet sich recht einfach und sie sind so zu halten wie adulte Tiere.

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